Informationen für die Eltern zukünftiger Erstklässler

Kooperation der Grundschule mit Kindergärten – Schulfähigkeit der Kinder 

Die Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen ist fester Bestandteil schulischer Arbeit in der Grundschule. Jedes Schuljahr wird in einer gemeinsamen Planungskonferenz mit den Leiterinnen der Kindertageseinrichtungen ein Plan für gemeinsame Vorhaben und Besuche festgelegt. Die Lehrkräfte der Klassen 2 und 3 übernehmen turnusgemäß diese Aufgabe.

Die Kooperationslehrkräfte der FSG, Frau Klotz und Frau Mayer, besuchen die Kinder in den Kindergärten und lernen sie kennen. Gemeinsam sollen die Kinder und ihre Eltern auf den Schulanfang vorbereitet werden, um einen möglichst fließenden Übergang zur Schule zu ermöglichen.

Insbesondere beraten sich die Eltern und Erzieherinnen gemeinsam mit den Kooperationslehrkraft in Fragen der Schulfähigkeit. In schwierigen Fällen oder wenn dies gewünscht wird, steht für diese Aufgabe auch der Beratungslehrer zur Verfügung.

Die Kooperation ist für die Eltern freiwillig. Deshalb bedarf es ausdrücklich ihrer Zustimmung. Der Datenschutz ist gewährleistet.

Jedes Schuljahr findet ein Elternabend für die Eltern der Schulanfänger mit dem Thema „Schulfähigkeit – Schulanfang“ statt, bei dem alle wichtigen Themen angesprochen werden. Die Eltern werden über die Kindergärten eingeladen.

Gegen Ende des Schuljahres werden alle Kinder zu einem Unterrichtsbesuch mit ihrer Erzieherin eingeladen, lernen das Schulhaus kennen und nehmen an einer großen Pause teil.


 

Vorzeitige Einschulung und Zurückstellung

Für die Entwicklung der Kinder ist es von großer Bedeutung, dass sie zum möglichst richtigen Zeitpunkt eingeschult werden. So kann Unter- oder Überforderung mit langfristigen Folgen für die Kinder vermieden werden. Darüber müssen sich Eltern und Schule im Interesse der Kinder intensiv verständigen und beraten. Fachkräfte können dabei helfen. Die Kooperation zwischen Grundschule und Kindertageseinrichtungen stellt den notwendigen Rahmen her.

Schulpflichtig werden 2010 alle Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober 2003 bis 30. September 2004 geboren wurden.

Vorzeitige Aufnahme in die Grundschule

Die erweiterte Stichtagsregelung ermöglicht, dass Kinder, die vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. Juni 2011 das sechste Lebensjahr vollenden, in diesem Jahr eingeschult werden können, wenn die Erziehungsberechtigten dies wünschen. Dadurch werden sie dann schulpflichtig.

Zurückstellung vom Schulbesuch

Vom Schulbesuch zurückgestellt werden können Kinder, bei denen zu erwarten ist, dass sie den für die Einschulung notwendigen Entwicklungsstand binnen eines Jahres erreichen. Für diese Kinder werden Grundschulförderklassen eingerichtet. Erziehungsfachkräfte und Lehrer/innen helfen den Kindern durch ihr Angebot, Entwicklungsrückstände auszugleichen und zu überwinden. Bei Zurückstellung sollte der Besuch einer Grundschulförderklasse die Regel sein. Die Entscheidung über die Zurückstellung liegt bei der Schulleitung (siehe SchG§ 74 (2)) auf der Grundlage der schulärztlichen und pädagogischen Gutachten. Ein Einvernehmen wird in der Beratung angestrebt.

Die Anträge auf vorzeitige Aufnahme und auf Zurückstellung beim Schulbesuch können bei der Schulanmeldung, aber auch davor und danach gestellt werden.


 

Auszug aus dem Schulgesetz für Baden-Württemberg

§ 73 (1) Mit dem Beginn des Schuljahres sind alle Kinder, die bis 30. September des laufenden Kalenderjahres [Anmerkung: für 2005 gilt bis zum 31. August 2005] das sechste Lebensjahr vollendet haben, verpflichtet, die Grundschule zu besuchen. Dasselbe gilt für die Kinder, die bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben und von den Erziehungsberechtigten in der Grundschule angemeldet wurden.

§ 74 (2) Kinder, von denen bei Beginn der Schulpflicht auf Grund ihres geistigen oder körperlichen Entwicklungsstandes nicht erwartet werden kann, dass sie mit Erfolg am Unterricht teilnehmen, können um ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden; mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten können auch Kinder zurückgestellt werden, bei denen sich dies während des ersten Schulhalbjahres zeigt. Die Entscheidung trifft die Schule unter Beiziehung eines Gutachtens des Gesundheitsamtes. Die Zeit der Zurückstellung wird auf die Dauer der Pflicht zum Besuch der Grundschule nicht angerechnet.

§ 74 (3) Kinder, die vorzeitig eingeschult oder vom Schulbesuch zurückgestellt werden sollen, sind verpflichtet, sich auf Verlangen der Schule bzw. der Schulaufsichtsbehörde an einer pädagogisch-psychologischen Prüfung (Schuleignungsprüfung und Intelligenztest) zu beteiligen und vom Gesundheitsamt untersuchen lassen.

Alle wichtigen Schulinformationen finden Sie online beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg unter www.bildungsportal-bw.de. Dort sind auch viele interessante Downloads (Broschüren) zu allen aktuellen Themen zu finden.